Woher kommt Braunschweigs Trinkwasser?

So viel man braucht, so oft man es braucht: Trinkwasser ist in Braunschweig  immer verfügbar Damit das so bleibt, wird hinter den Kulissen in der BS|ENERGY Gruppe engagiert gearbeitet. Denn die Versorgung mit Trinkwasser ist eine wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge. Insbesondere der Klimawandel schafft dabei große Herausforderungen. Niederschläge fallen ungleichmäßiger, extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden und Starkregen nehmen zu.
Was also tun?

Resilienz durch Diversifikation

Die Unwägbarkeiten des Klimawandels machen es umso wichtiger, die Wasserversorgung noch resilienter, also möglichst widerstandsfähig, aufzustellen. Zum Beispiel durch die Nutzung zusätzlicher Bezugsquellen, Diversifikation im Fachjargon. Für viele Städte ist dies schon die Regel, andere verstärken angesichts des Klimawandels gerade ihre diesbezüglichen Anstrengungen. Jede zusätzliche Bezugsquelle und jede zusätzliche Leitung erhöhen die Versorgungssicherheit. Das gilt nicht nur für die möglichen Auswirkungen des Klimawandels. Beispielsweise auch im Falle der Beschädigung von Leitungen oder der Verunreinigung von Trinkwasserreservoirs, kann jede zusätzliche Option für die Trinkwasserversorgung wichtig werden. 

Auch in Braunschweig wurden Maßnahmen für die langfristige Sicherung der Wasserversorgung getroffen. Im Dezember erfolgte der Anschluss an eine neu gebaute Wassertransportleitung, über die seit Februar 2024 Grundwasser aus dem Wasserwerk Börßum nach Braunschweig gelangt. Geprüft wurde vorab unter anderem auch die Ausweitung der Grundwasserförderung im Wasserwerk Bienroder Weg, was aber letztlich für die benötigten Mengen keine Option darstellte.

Durch die neue Leitung fließen jährlich etwa 5 Millionen Kubikmeter pro Jahr, rund 35 Prozent des Wasserbedarfs der Löwenstadt. Das Wasser kommt aus dem Oker-Urstromtal, einem ergiebigen Grundwasserreservoir, das sich durch Niederschläge aus dem Harz und dem Harzvorland speist. Das Einzugsgebiet dieses Reservoirs erstreckt sich vom Harz bis nach Wolfenbüttel. Von dort verlängert sich dieser Grundwasserfluss, der ebenfalls unter Braunschweig verläuft, in Richtung Gifhorn und Heidekreis.

Das Wasserwerk am Bienroder Weg.

Sichere Versorgung

Mit der neuen Bezugsquelle ist die Braunschweiger Wasserversorgung noch sicherer: 8,4 Millionen Kubikmeter Oberflächenwasser aus den Harzer Talsperren, 5 Millionen Kubikmeter Grundwasser aus dem Wasserwerk Börßum. Mit diesem Mischwasser werden seit Februar 2024 weite Teile Braunschweigs versorgt.

Der Braunschweiger Wassermix ist seitdem mineralisch gehaltvoller, die Wasserhärte  liegt aber weiterhin im weichen Bereich.


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