An Feiertagen, im Winter, in der Nacht – diese Menschen halten die Stellung
Wenn die Leute an Heiligabend gemütlich unterm Tannenbaum sitzen, wenn in eisigen Winternächten Schneeflocken fallen oder wenn die Stadt schläft, gibt es viele Menschen, die im Einsatz sind. Sie sorgen dafür, dass unser Alltag auch unter schwierigen Bedingungen reibungslos funktioniert. Ob in dunkler Nacht, an Festtagen oder bei Minusgraden: Ihr Engagement hält unsere Stadt und die Region am Laufen.


Die Netzleitstelle von BS|NETZ – das Herz der Versorgung
Rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr wacht die Netzleitstelle von BS|NETZ über die sichere Versorgung Braunschweigs. Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser – all das erreicht die Haushalte, Gewerbebetriebe und die Industrie nur deshalb zuverlässig, weil hier immer jemand Dienst „schiebt“. Die wachsamen Leitstellenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter behalten auch die öffentliche Beleuchtung in Braunschweig und Umgebung sowie die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität in der Löwenstadt im Auge.
Ergänzend zur permanent besetzten Netzleitstelle leisten Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen Bereitschaftsdienste. Montags um Punkt 7 Uhr beginnt eine Bereitschaftswoche. Sie dauert genau bis zum darauffolgenden Montagmorgen um 6:59 Uhr. Während der gesamten Zeit sind Handy und Pieper auf Empfang und der Einsatzwagen abfahrbereit.
Ob ein Wasserrohr bricht, ein Stromausfall gemeldet wird oder andere technische Probleme auftreten – der Bereitschaftsdienst reagiert sofort. Der schnelle Einsatz geschieht oft lautlos und im Hintergrund. Für die Lebensqualität aller Braunschweigerinnen und Braunschweiger ist er jedoch unverzichtbar.
„Hier in der Netzleitstelle gleicht kein Arbeitstag dem anderen. Besonders reizt mich, dass wir durch die fortschreitende Digitalisierung unserer Verteilnetze aktiv die Energiewende mitgestalten. Bei meinem Job spüre ich täglich, wie wichtig eine zuverlässige Energieversorgung für die Menschen in unserer Region ist.”
Ulf Erzberger, Leiter Netzführung bei BS|NETZ

Winterdienst auf der Autobahn – immer im Einsatz, wenn es friert und schneit
Kaum fallen die ersten Flocken, sind sie unterwegs: die Teams der Winterdienste. Auf den Autobahnen rund um Braunschweig sorgt die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nordwest, dafür, dass Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auch bei Schnee und Eis sicher unterwegs sein können. Die Fahrzeuge der beiden Autobahnmeistereien in Braunschweig starten oft mitten in der Nacht, um wichtige Verbindungen wie die A2 und A39 befahrbar zu halten.
Morten de Vries ist Leiter der Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen. Er und sein Team sind für alle Autobahnen in der Region 38 zuständig, mit Ausnahme der A2. Die A2 wird von der Landesgrenze Sachsen-Anhalt bis zur Anschlussstelle Lehrte-Ost von der Autobahnmeisterei Braunschweig-Hafen geräumt.
Bei Glatteis oder Schneefall ist die Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen mit allen verfügbaren Fahrzeugen – sechs LKW und zwei Unimogs – im Einsatz. Wenn es ganz dicke kommt, kann die Autobahnmeisterei noch Verstärkung durch einen Dienstleister anfordern.
30 Mitarbeitende stehen de Vries für den Winterdienst zur Verfügung. Sie sind „24/7/365” einsatzbereit, wie sich der Leiter der Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen ausdrückt. Das bedeutet: Rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres. Bei Schneechaos kann eine Schicht im Ausnahmefall schonmal bis zu 12 Stunden dauern.
„Die Motivation, diesen Job zu machen, ist natürlich bei jedem eine andere. Ein besonders erfahrener Mitarbeiter und Familienvater sagte mir aber einmal, er leiste so seinen Beitrag, damit die Menschen und Familien in der Region 38 auch bei widrigem Wetter sicher von A nach B kommen. Dem ist nichts hinzuzufügen.“
Morten de Vries, Leiter der Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen.

Tiere brauchen auch an Feiertagen Futter und Ansprache
Ein anschauliches Beispiel für unverzichtbare Arbeit im Hintergrund ist der Tierpark Essehof im Braunschweiger Umland. Während viele Menschen an Weihnachten ausschlafen und die freien Tage genießen, beginnt für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger der Arbeitstag wie gewohnt am Morgen um 8 Uhr.
Ob Regen, Eis oder Schneegestöber: Die Tiere müssen versorgt werden. Füttern, medizinische Betreuung und das Reinigen der Gehege – all das duldet keinen Aufschub. Frostige Temperaturen, aber auch Sommerhitze, erschweren die Arbeit der Tierpfleger. Besucherinnen und Besucher bekommen davon meist wenig mit. Doch ohne diesen Einsatz gäbe es keine gesunden Tiere, keinen funktionierenden Parkbetrieb und keine erlebnisreichen Ausflüge für Familien in der Region.
„Der Beruf als Tierpfleger ist eine sehr erfüllende Arbeit mit einzigartigen Momenten, die kaum ein anderer Beruf bieten kann. Darum arbeite ich gerne, auch wenn andere frei haben.“
Linda Wilhelm, Tierpflegerin im Tierpark Essehof
Die Unsichtbaren im Hintergrund
Ob im Leitstand, auf schneebedeckten Straßen oder bei den Tieren im Stall: Diese Beispiele zeigen, dass unser Alltag nur funktioniert, weil Menschen auch dann arbeiten, wenn andere feiern, schlafen oder im warmen Zimmer sitzen. Sie tragen Verantwortung, reagieren auf unvorhersehbare Ereignisse und sorgen für Sicherheit und Stabilität.









