Wärmewende: BS|ENERGY veröffentlicht Transformationsplan für die Dekarbonisierung der Erzeugung und den Ausbau der Fernwärmeversorgung
BS|ENERGY hat einen Transformationsplan für die Dekarbonisierung und den Ausbau der Fernwärmeversorgung erstellt. Damit erfüllt BS|ENERGY die Auflage des Bundesgesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) bis spätestens zum 31. Dezember 2026 ein strategisches Konzept mit Schritten für die kommenden Jahre vorzulegen.

Für den Transformationsplan wurde eine umfassende Ist-, Potenzial- und Soll-Analyse durchgeführt, um einen Pfad zur Treibhausgasneutralität aufzuzeigen, der Ziele für die kommenden Jahre definiert und den Weg dorthin technisch und wirtschaftlich skizziert. „Dabei bewegt sich BS Energy stets in einem Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Treibhausgasneutralität und Bezahlbarkeit”, sagt Dr. Volker Lang, Vorstandsmitglied von BS|ENERGY.
Die Erstellung des Transformationsplans wurde gefördert durch das BEW – Bundesförderung für Effiziente Wärmenetze des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Transformationsplan ist unter www.bs-energy.de/transformationsplan einsehbar.
Ausbau der Fernwärme und Umbau der Erzeugung
Ein Ziel des Transformationsplans von BS|ENERGY ist es, den Anteil der Fernwärme an der Braunschweiger Wärmeversorgung von zur Zeit mehr als 30 Prozent deutlich zu steigern und weitere Teile des Stadtgebiets zu erschließen. Hohe Priorität für den Fernwärmeausbau besitzen derzeit die Innenstadt und angrenzende Bereiche. Denn hier können sehr gut und effizient durch Nachverdichten „weiße Flecken“ erschlossen werden. Das bedeutet, dass an meist schon bestehende Verteilleitungen über Hausanschlüsse weitere Gebäude angeschlossen werden. Zusätzlich plant BS|ENERGY die Neuerschließung im östlichen und westlichen Ringgebiet, da es hier aufgrund der dichten Bebauung mit vielen Mehrfamilienhäusern sehr gute Voraussetzungen für die Fernwärmeversorgung gibt.
Für die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung setzt BS|ENERGY auf die Kombination verschiedener treibhausgasneutraler Erzeugungsanlagen. Mit der bestehenden Erzeugung im Biomasseheizkraftwerk erreicht BS|ENERGY heute bereits einen Anteil von knapp 35 Prozent erneuerbarer Wärme. Klar ist, dass den gesamten Braunschweiger Wärmebedarf nicht eine erneuerbare Energiequelle bzw. eine Erzeugungstechnologie wird decken können. Vielmehr setzt BS|ENERGY auf die Kombination verschiedener erneuerbarer, dezentraler Erzeugungsanlagen. Welche regenerativen Energiequellen das größte Potenzial für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bieten und wie diese zukünftig genutzt werden können, untersucht BS|ENERGY derzeit in Studien. Als regenerative Wärmequellen prüft BS|ENERGY, neben Erd- und Flusswasserwärme, auch die Potenziale von Abwasser, Klarwasser und Umgebungsluft.

Gemeinsam für Braunschweig
Die Wärmewende ist eine Mammutaufgabe, die nur gemeinsam mit allen relevanten Partnern in der Stadt gelingen kann. Daher steht BS|ENERGY im intensiven fachlichen Austausch mit der Stadt Braunschweig, um die Weichen für die Löwenstadt zu stellen. „Mit der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Braunschweig und dem Transformationsplan von BS|ENERGY erhalten die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger erstmals Auskunft darüber, welche treibhausgasneutrale Energiequellen für die Wärmeversorgung in den kommenden Jahren im jeweiligen Stadtgebiet verfügbar sein sollen”, unterstreicht Dr. Volker Lang, Vorstandsmitglied von BS|ENERGY.
Bereit zur Wende! Mehr zur Wärmewende in Braunschweig finden Sie hier www.bs-energy.de/waermewende
Wärme aus Braunschweig für Braunschweig
BS|ENERGY versorgt in der Löwenstadt rund 60.000 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit Wärme. Das Fernwärmenetz misst mehr als 280 Kilometer, dazu kommen nochmals 12 Kilometer an Nahwärmetrassen. BS|ENERGY betreibt derzeit sieben Nahwärmenetze im Braunschweiger Stadtgebiet.
Im Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) ist geregelt, dass Wärmenetze bis 2030 zu einem Anteil von 30 Prozent und bis 2040 mit einem Anteil von 80 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden sollen. In der Novelle des Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG), das zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, hat das Land seine Klimaziele angepasst: In Niedersachsen sollen abweichend vom WPG Wärmenetze bereits bis 2040 zu 100 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Da BS|ENERGY im April 2024 aus der Energieerzeugung mit Steinkohle ausgestiegen ist, beträgt der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeversorgung in Braunschweig bereits heute knapp 35 Prozent. Möglich wurde dies durch die Modernisierung und den Neubau von Erzeugungsanlagen mit bis dato der größten Investition in der Firmengeschichte von BS|ENERGY in Höhe von rund 250 Millionen Euro. In dem neuen Biomasse-Heizkraftwerk mit dem Hauptbrennstoff Altholz wird in effizienter Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugt.









