Hip-Hop-Kunst am Heizkraftwerk –
Künstler/-innen gestalten die Mauer, BS|ENERGY
unterstützt die Aktion

An einem sonnigen Herbsttag machen sich 15 Frauen und Männer mit Spraydosen an der Mauer des Heizkraftwerks Mitte in Braunschweig zu schaffen. Passanten, die auf der Feuerwehrstraße entlang der Oker unterwegs sind, bleiben stehen. Sie reagieren erfreut bis erstaunt. „Ist das erlaubt?“, fragt eine Radfahrerin. Eine Spaziergängerin hat schon das Mobiltelefon in der Hand. Sie ist hellauf begeistert: „Das ist wunderschön! Hoffentlich bleibt es lange so“, sagt sie und macht Bilder von der noch feucht glänzenden, bunten Pracht an der Mauer.

Die gemeinschaftliche Kunstaktion ist nicht nur genehmigt, sondern sogar gewünscht. Und auch die Möglichkeit, dass andere Graffiti-Fans das rund 130 Meter breite Werk verändern, wurde von den Organisatoren berücksichtigt. Bei Bedarf wird die Kunstaktion wiederholt. Doch von vorne.

Der HIP HOP Kultur e.V. mit Standort im Trafo Hub in Braunschweig hat die „Hola Utopia“ Streetart-Aktionen initiiert. Anliegen des Vereins ist es, Streetart-Künstler/-innen Gelegenheit zu geben, ihr Talent auszuleben und zu professionalisieren.

Bereits im September fand in Braunschweig das „Hola Utopia Street Art Festival“ statt. Renommierte Streetart-Künstler/-innen waren eingeladen, eigene Murals zu gestalten. Im Rahmenprogramm des Festivals haben alle Interessierte regelmäßig die Möglichkeit, in die bunte Welt der Hip-Hop-Kultur einzutauchen. 

Duy Le ist bei BS|ENERGY Ansprechpartner für Sponsoring. Er musste nicht lange nachdenken, als sich Enrico Casper vom HIP HOP Kultur e.V. mit der Bitte an ihn wandte, ein Stück der Mauer für die Aktion zur Verfügung zu stellen. „Ich finde es super, dass die jungen Künstler/-innen hier ein schönes Bild gestalten wollen. Das wertet die Umgebung und die ganze Stadt auf“, sagt Duy Le. Wenn er Streetart höre, müsse er sofort an die riesigen Murals in Berlin denken. „Die Leute bleiben stehen und staunen. So stelle ich mir das auch in Braunschweig vor“, so Duy Le weiter. Letztendlich stellt BS|ENERGY nicht nur die Mauer zur Verfügung, sondern unterstützt auch den Farbenkauf finanziell.

Auf der 130 Meter langen Mauer am Heizkraftwerk Mitte entstehen farbenfrohe Kunstwerke. Bild: Verena Meier
Mit Pinseln und viel Hingabe bringt die Künstlerin Anna Lipski eine detaillierte Abbildung einer Meerjungfrau auf die Mauer des Heizkraftwerks. Bild: Verena Meier

Enrico Casper, stellvertretender Vorsitzender des HIP HOP Kultur e.V., erklärt die Idee hinter dem „Hola Utopia Streetart-Gallery-Projekt“. „Einige Künstler/-innen bekommen hier erstmals die Möglichkeit, großformatig und ohne finanziellen Druck zu arbeiten“. 

Und davon machen die Frauen und Männer voller Freude Gebrauch. Am Nachmittag sind auf wasserblau vorbereitetem Hintergrund ein Fischkutter zu sehen und ein Boot voller Menschen. Riesenkraken treiben ihr Unwesen und eine Meerjungfrau schwebt am Wegesrand. 

Die Nixe ist das Werk von Anna Lipski. Sie bemüht sich gerade, ihre unterschiedlich feinen Pinsel feucht zu halten. Anna ist die Einzige, die hier mit Pinseln arbeitet und die Nixe ist ebenso einzigartig. „Die Dimension war schon eine Herausforderung“, sagt die hauptberufliche Künstlerin, die sonst mit Acryl- und Ölfarben auf Leinwand arbeitet. Doch nun ist sie zufrieden mit ihrem Werk und glücklich darüber, dass andere Künstler ihr mit den Proportionen der traumhaft schönen Darstellung geholfen haben.

Dass man sich gegenseitig hilft, ist Teil des Konzepts. „Wir versuchen in diesem Projekt, erfahrene und weniger erfahrene Künstler/-innen zusammenzubringen“, sagt Enrico. „Gemäß unserem Motto ‚Each one teach one’ können alle etwas voneinander lernen.“

Philip Pohl aus Braunschweig arbeitet ebenfalls an der Gestaltung der Mauer mit. Er hat mit elf sein erstes Graffiti gesprüht und ist seit 33 Jahren dabei. Auch beruflich ist Philip im Bereich Grafik und Grafikdesign tätig. Am Nachmittag ist sein Werk bis auf Kleinigkeiten fertig. Es ist ein kleines Boot mit vielen Menschen. Er selbst kann nur vermuten, dass ihn das vorgegebene Thema „Wasser und Wasserwelten“ dazu inspiriert hat, ein Flüchtlingsboot zu sprühen. Wie bei Kunst üblich, sind die Menschen auch hier an der friedlich dahin fließenden Oker eingeladen, sich selbst Gedanken zu machen.

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