BS|NETZ unterwegs im Außendienst:  Einsatz im Namen der Nachhaltigkeit

Bis 2032 soll ganz Deutschland mit digitalen Stromzählern ausgestattet sein. Mit dieser gesetzlichen Vorgabe hat der Bund im Jahr 2016 eine wichtige Entscheidung getroffen, die jedem Privathaushalt dabei helfen kann, Energie effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger zu nutzen. Doch wie funktioniert das Ganze und wer kümmert sich um die Umrüstung? Wir waren mit dem Team von BS|NETZ unterwegs und durften beim Zählerwechsel über die Schulter schauen.

Smarte Zähler für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Ganze 175.000 Zähler betreibt BS|NETZ als zuständiger Messstellenbetreiber in der Stadt Braunschweig. Um diese Zähler auszutauschen, stehen Elektriker Steven Bensch und seine Kollegen jeden Morgen um 7 Uhr in der Zentrale in der Taubenstraße. Dort erhalten die Außendienstmitarbeiter von den Disponenten alle Adressen, die es den Tag über zu bearbeiten gilt. „Wir versuchen bis 15:30 Uhr so viele Adressen wie möglich zu schaffen“, erzählt Steven, der seit Kurzem vom Auszubildenden Niklas Swiontek von Brzezinski begleitet wird. Niklas schaut im Rahmen seiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik alle paar Monate einem anderen Kollegen im Betrieb über die Schulter.

Auszubildender Niklas Swiontek und Steven Bensch beim täglichen Arbeitseinsatz. Bild: BS|ENERGY/Inga Stang.

Nachdem alles in der Zentrale geklärt ist, geht es für die beiden weiter zum Lager, wo neue Zähler, Werkzeug und weiteres Material zusammengepackt werden. Danach geht es los zur ersten Adresse. Am heutigen Tag führt die beiden ihr erster Weg zu einer Baustelle im Braunschweiger Speckgürtel. Hier saniert ein Kunde ein Haus nach allen Regeln der Modernisierung mitsamt Solarpaneelen und Wärmepumpe. Doch bevor Steven Bensch loslegen kann, heißt es warten. Die Installateure sind noch nicht ganz fertig mit dem Einbau der elektrischen Anlage. „Es ist immer ein bisschen schwierig auf Baustellen. Meistens ist alles vorbereitet, aber manchmal ist es halt noch eine laufende Baustelle“, berichtet Steven Bensch. Die Regel sei das aber nicht, betont er. Nach 20 Minuten verlassen die drei Installateure schließlich den Keller und übergeben die Verantwortung für den Zählereinbau an Steven Bensch.

Steven Bensch beim Einbau des Smart Meter. Bild: BS|ENERGY/Inga Stang.

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber in der Stadt Braunschweig kümmert sich BS|NETZ um den Ein- und Ausbau, die Wartung und den Betrieb und unterstützt alle Kunden bei Fragen rund um Ihren Zähler. Mehr Infos finden Sie auf www.bs-netz.de

Jederzeit abrufbare Messwerte

Unten angekommen, holt Steven zuerst ein Messgerät hervor: „Wir müssen erst den Empfang messen und entscheiden danach, ob wir das Smart Meter verbauen können.“ Smart Meter sind eine Art von digitalen Stromzählern die Daten über das mobile Datennetz versenden. Ist der Empfang einwandfrei, kann es mit der Installation des neuen Zählers losgehen. Steven Bensch lockert ein paar Schrauben am Gehäuse, montiert dieses fest an der Wand und steckt alle Kabelleitungen in das Gerät. Ist das geschafft, wird das Herzstück des Smart Meter, ein sogenanntes Gateway, aufgesetzt. Dieses Gateway transportiert circa alle 15 Minuten die Messdaten an einen Gateway-Administrator, der diese weiter an BS|NETZ sendet. Dort werden relevante Informationen, wie der aktuelle Zählerstand, an den Stromversorger für die Stromabrechnung weitergeleitet. Kunden können auf die Informationen im Kundenportal zugreifen und mithilfe dieser, mögliche Stromfresser im Haushalt identifizieren und  ermitteln, in welchen Zeiten besonders viel Strom verbraucht wird.

Dies ist besonders spannend für Kunden mit einem dynamischen Stromtarif, bei welchem sich der Strompreis an der Börse orientiert. Je nachdem, ob zum Beispiel gerade viel Wind- und Solarenergie im Netz ist oder nicht, wird der Strompreis teurer oder günstiger. Wer sparen möchte, legt daher stromintensive Hausarbeiten wie das E-Auto laden oder Wäsche waschen, am besten auf die Zeiten, in denen der Strom günstig ist. Zusätzlich wird auf diesem Weg mehr Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, was dabei hilft, das Stromnetz zu entlasten und die Umwelt zu schonen.

Von der Baustelle ins Gewerbegebiet

Der heutige Kunde von Steven Bensch und Niklas Swiontek von Brzezinski freut sich bereits seit Tagen auf den Einbau des Smart Meter, welches er separat zur Leistungsüberprüfung seiner Wärmepumpe installieren lässt. „Mit dem zweiten Zähler kann ich für die Wärmepumpe einen anderen Tarif abschließen, der etwas günstiger ist. Sonst bezieht man den normalen Hausstrom für die Wärmepumpe, das ist preislich nicht ganz so attraktiv.“ Während der Kunde und Niklas ihm über die Schulter schauen, stellt Steven Bensch die Spannungsversorgung wieder her und verplombt die Abdeckungen des Zählers vorschriftsgemäß. Zum Schluss werden noch Fotos gemacht, damit die Kollegen im Falle von Störungen direkt einen Überblick haben, wo und wie der neue Smart Meter eingebaut wurde. Gerade einmal zwanzig Minuten hat das Ganze gedauert.

Die nächste Adresse liegt in der Gartenstadt und gehört zu einem Gewerbegebiet. Hier werden keine Hände geschüttelt, sondern nur ein autarkes Versorgungsgebäude, in das Steven Bensch und Niklas sich mit einem speziellen Schlüssel Zugang verschaffen, betreten. Ein turnusmäßiger Wechsel steht hier an. „Turnusmäßiger Wechsel heißt, dass die Eichgültigkeit der Zähler bald abläuft. Bei Gewerbekunden fahren wir dann ohne Termin hin und machen den Wechsel, in der Regel ist immer jemand da“, erklärt Steven. Der neue digitale Zähler wird ruckzuck eingebaut und der alte zum Wiederaufbereiten mit in die Zentrale genommen. Auf diese Weise kommt Steven auf sechs bis acht Zählerwechsel pro Tag: „Beim Turnuswechsel ist das so, dass wir schauen, wie viele Adressen wir bis Feierabend schaffen.“ Am heutigen Tag sind es sechs weitere Adressen, an denen ein Turnuswechsel vollzogen wird, bevor es um 15:30 schließlich wieder zurück zur Zentrale in die Taubenstraße geht. Zufrieden verabschieden sich Steven und Niklas voneinander und gehen in den wohlverdienten Feierabend.

Die neuen Zähler sind ein wichtiger Baustein für die Stromnetze der Zukunft. Sie helfen dabei, Erzeugung und Verbrauch intelligent und flexibel miteinander zu verknüpfen. Bild: BS|NETZ

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Mehr Informationen
Das Video erläutert, alles Wichtige zum Smart Meter Rollout in Braunschweig. Copyright: BS|NETZ

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BS|Dynamikstrom ist ein innovatives Stromprodukt, welches sich an Haushalte mit smarten Geräten richtet – etwa einem E-Auto, einer modernen Wärmepumpe, Trockner oder Waschmaschine. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem, ein sogenannter Smart Meter. Der Tarif ist an den Börsen-Spotmarkt gekoppelt und ermöglicht es, Strom gezielt dann aus dem Netz zu beziehen, wenn er besonders günstig ist. Energie flexibel steuern und Kosten transparent im Blick behalten – mehr Infos unter www.bs-energy.de/dynamikstrom

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