Strom aus der Steckdose – aber selbst gemacht:
Das Einmaleins der Balkonkraftwerke

Mit einem Balkonkraftwerk, einer sogenannten Mini-PV Anlage, können Mieter und Eigentümer auf ihrem Balkon, Terrasse oder Garten eigenen Solarstrom produzieren. Das ist umweltfreundlich und nachhaltig – und senkt außerdem noch die monatlichen Stromkosten.

Der Sommer naht und die Sonne scheint jeden Tag länger – wenn das kein guter Grund ist, sich jetzt doch einmal genauer mit dem Thema Photovoltaik (PV) zu beschäftigen. Balkonkraftwerke werden zunehmend populärer – kein Wunder, mit überschaubaren Kosten und einfacher Installation tragen sie zur persönlichen Energiewende bei. Sie können die Stromkosten spürbar senken und das Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch schärfen.

Das Grundprinzip

Ein Balkonkraftwerk, auch Stecker-Solaranlage oder Mini-PV-Anlage genannt, ist eine kleine Photovoltaikanlage, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt. In der Regel besteht eine solche Anlage aus einem oder zwei Solar-Modulen und einem Wechselrichter, der den produzierten solaren Gleichstrom in für Haushalte nutzbaren Wechselstrom (230 Volt) umwandelt. Die Anbindung an das Hausnetz erfolgt einfach per Stromkabel und Wielandeinspeisesteckdose. Derzeit darf die maximale Erzeugungsleistung einer steckerfertigen PV-Anlage 800 Watt betragen. Der erzeugte Solarstrom fließt dann direkt in das hauseigene Stromnetz und wird von eingeschalteten Geräten sofort verbraucht. Um das Maximum aus dem Balkonkraftwerk herauszuholen, sollten stromintensive Geräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler tagsüber bei Sonnenschein betrieben werden. Ein Monitoring-System kann helfen, den Eigenverbrauch zu optimieren. Falls der erzeugte Strom nicht vollständig verbraucht werden kann, wird er über den vorhandenen Netzanschluss ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Alternativ kann auch ein Stromspeicher den selbst erzeugten Strom bequem speichern – um dann bei schlechtem Wetter genutzt zu werden.

Lage, Lage, Lage

Prinzipiell lassen sich Mini-PV-Anlagen an vielen verschiedenen Orten betreiben: Sie können auf der Terrasse, im Garten, auf dem Carport, auf der Garage, an der Hausfassade, auf einem Beton-Balkon, einem Gitterbalkon, einem Flachdach oder einem Schrägdach installiert werden. Eine Balkon-PV-Anlage ist im Normalfall auch bei Mietwohnungen kein Problem, wenn keine baulichen Veränderungen am Mietobjekt erfolgen. Eine Genehmigung sollte dennoch im Vorfeld beim Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft eingeholt werden. Für einen guten Stromertrag spielt der Standort eine entscheidende Rolle: Eine Ausrichtung nach Südosten, Süden oder Südwesten ist optimal. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass keine Bäume, Balkone oder andere Gebäude Schatten auf die Solarmodule werfen, da dies die Leistung beeinträchtigen kann. Um die volle Leistung der Balkon-PV-Anlage zu gewährleisten, ist es außerdem notwendig, die Solarmodule regelmäßig zu reinigen. Daher sollte die Anlage leicht zugänglich sein.

Es muss nicht immer der Balkon sein, Mini-PV-Anlagen können auch auf Terrassen, Flachdachgaragen, Carport oder dem Gartenhäuschen platziert werden.
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Und auch noch gut zu wissen: Auf den Kauf und die Installation von PV-Anlagen und für dazugehörende Stromspeicher wird seit 2023 keine Umsatz- beziehungsweise Mehrwertsteuer mehr erhoben. Es lohnt sich also umso mehr, jetzt auf dem eigenen Balkon selbst Ökostrom aus Sonnenenergie zu erzeugen.

Balkonkraftwerke aus der Region für die Region

„Wer einen Balkon hat und die Ausrichtung stimmt, sollte eine solche Anlage jetzt ernsthaft in Erwägung ziehen“, rät Oliver Mielenz, Produktmanager von BS|ENERGY. Zusammen mit dem Partnerunternehmen Löwensolar bietet BS|ENERGY qualitativ hochwertige Solarmodule für Balkon, Terrasse, Flachdachgarage oder Carport als Komplettpakete an, wobei die vielseitige Einsetzbarkeit der Balkonkraftwerke es ermöglicht, sie nicht nur auf dem Balkon, sondern auch beispielsweise auf dem Dach eines Gartenhäuschens, im Garten oder auf anderen Freiflächen zu platzieren.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob sich eine PV-Anlage überhaupt lohnt. Im Vergleich zu größeren PV-Anlagen sind Balkon-PV-Anlagen zwar kostengünstiger, haben jedoch auch eine geringere Leistung. Ein Rechenbeispiel: Die Leistung eines kleinen Balkonkraftwerks liegt bei bei 300 bis 600 Watt-Peak (Wp). Eine 600 Wp Balkon-PV-Anlage erzeugt bei optimalen Bedingungen bis zu 550 kWh im Jahr. Durch den selbst produzierten Solarstrom spart man jährlich etwa 210 Euro bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0,39 Cent pro Kilowattstunde. Bei Anschaffungskosten von etwa 600 Euro dauert es in dieser Rechnung also etwa 3 Jahre, bis sich die Anschaffung einer Balkon-PV-Anlage amortisiert hat. Die durchschnittliche Lebensdauer einer solchen Anlage liegt bei 20 bis 25 Jahren. Mehr Informationen  zum Angebot von BS|ENERGY gibt es auf www.bs-energy.de.

Zu guter Letzt

Ein Balkonkraftwerk muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Eine Anmeldepflicht beim lokalen Netzbetreiber besteht seit Mai 2024 nicht mehr. Vielmehr erhält der Netzbetreiber, in Braunschweig BS|NETZ, Einblick in das Marktstammdatenregister, um zu prüfen, ob der vorhandene Zähler eine Rücklaufsperre hat. Falls erforderlich, wird der Zähler kostenlos ausgetauscht.

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